Innsbruck Informiert

Jg.2025

/ Nr.9

- S.9

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Gemeinsam leben

Barrierefrei für alle

PIK
L/L.TSCHU
© N.KRÖL

Barrierefrei auf allen Wegen

Barrierefrei spielen: Im neugestalteten Beselepark in Wilten wird Wert auf Inklusion gelegt – etwa
mit einem ebenerdigen Karussell, das auch von RollstuhlfahrerInnen benutzt werden kann.

Diese Signalgeber - gelbe Kästen am Anfang und Ende jedes Schutzwegs - können dann aktiviert werden. Dies erfolgt
mittels eines speziellen Handsenders, der
über den Blinden- und Sehbehindertenverband bezogen werden kann. Nach Aktivierung eines Signalgebers spielen alle
Signalgeber im Bereich der Kreuzung für
drei Minuten akustische Signale ab - zur
Orientierung für eine sichere Querung der
Straße. Zudem befindet sich unter dem Signalgeber ein Pfeil, der die Richtung des
Schutzweges anzeigt und per Knopfdruck
vibrierende Signale von sich gibt, die eine
sichere Querung signalisieren - oder Wartezeiten. Mittlerweile sind alle signalge-

Akustische Signalgeber und taktile Leitlinien
helfen sehbeeinträchtigten Menschen, sich
selbstständig und sicher durch die Stadt zu
bewegen.

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INNSBRUCK INFORMIERT

HER
© C. FORC

© N.K
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/L.TS

CHUP

IK

In Innsbruck wurde bereits 1991 ein innovatives System entwickelt, um freie Wege
für blinde und sehbeeinträchtigte Personen zu schaffen: Eine Kombination aus
taktilen und akustischen Leitsystemen.
Das taktile Leitsystem besteht aus Rillen
am Boden, die entlang des Gehsteigs führen. Endet der Gehsteig, wird dies durch
querende Linien markiert, die auf den Signalgeber für das akustische Leitsystem
hinweisen.

IK
CHUP
/L.TS

Seit Ende Juni lädt der neugestaltete Beselepark in Wilten zum Verweilen ein. Bei der
Neugestaltung war die Bevölkerung federführend beteiligt. Unter den Ideen
der Bevölkerung, die bei der Neugestaltung umgesetzt wurden, ist auch ein inklusives Spielgerät für den Spielplatz.
Das neue Karussell ist ebenerdig zugänglich und kann auch von Kindern mit Rollstuhl benutzt werden, zusätzlich sorgt
ein neuer Bodenbelag für verbesserte Bewegungsmöglichkeiten.
Auch bei der Umgestaltung des TivoliSpielplatzes wurde auf Inklusion geachtet:
Ein neuer Weg wurde angelegt, um den
Zugang zu erleichtern, ein neuer Aufenthaltsbereich samt barrierefreiem Zugang

RÖLL

D

er öffentliche Raum ist oft nicht
ohne Hürden. Wege, diese Hürden
abzubauen, gibt es allerdings auch:
Wenn Gehsteigkanten abgeschrägt sind,
Stufen durch Rampen ersetzt oder ergänzt
werden, Leitlinien den Weg vorzeigen und
gelbe Kästchen an Ampeln nicht nur der
schnelleren Freigabe der Grünphase auf
Knopfdruck dienen, sondern auch akustische Signale von sich geben – dann begegnen wir Maßnahmen der Barrierefreiheit im Alltag.

Spielspaß für alle

© N.K

Innsbruck setzt auf barrierefreie Spielplätze – und Wege ohne Hürden.

Auch der Spielplatz beim Tivoli wurde barrierefrei neugestaltet.

zur Sandkiste sowie ein fallschutzsicherer Bodenbelag runden die Neugestaltung ab, auch das Karussell ist nun barrierefrei zugänglich. Herzstück des neuen

Spielplatzes ist ein barrierefreier Spielturm. So sorgt die Stadt Innsbruck dafür, dass auch beim Spielen keine Hürden
entstehen. FB

regelten Schutzwege der Stadt Innsbruck
mit einem taktilen und akustischen Leitsystem ausgestattet.
„Diese Maßnahmen ermöglichen sehbeeinträchtigten Menschen, sich selbstständig und sicher durch die Stadt zu bewegen.
Wichtig ist dabei aber auch, dass die taktilen Leitlinien wie auch die Gehsteigsflächen generell zu jeder Zeit frei von Barrieren sind. Eine weitere Maßnahme, die wir
auch deshalb gesetzt haben, sind die designierten Stellplätze für E-Scooter, um das
Abstellen auf dem Gehsteig zu verhindern.
Gemeinsam sorgen wir so dafür, dass sich
alle sicher in unserer Stadt bewegen können", erklärt Stadträtin Mag.a Mariella Lutz.

„Barrierefreiheit ist auch im öffentlichen Raum kein
‚nice-to-have‘ – sondern die Grundvoraussetzung dafür,
dass alle daran teilhaben können. Deshalb legen wir
besonderen Wert auf öffentliche Räume ohne Hürden,
damit ein Miteinander für alle möglich ist: Auf der Straße,
auf unseren Plätzen, in den Parks und selbstverständlich
auch beim Spielen. Der öffentliche Raum ist für alle da – und
muss deshalb immer auch von allen genutzt werden können.“
Stadträtin Mag.a Mariella Lutz
INNSBRUCK INFORMIERT

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