Innsbruck Informiert
Jg.2025
/ Nr.10
- S.13
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Gesamter Text dieser Seite:
Politik & Stadtverwaltung
Die Fraktionen im Gemeinderat
H
ier finden Sie monatlich die Standpunkte der Innsbrucker Gemeinderatsfraktionen zu einem ausgewählten
Thema. Die Beiträge orientieren sich in der
Regel an der „Aktuellen Stunde“ der jeweils
vergangenen Gemeinderatssitzung. Unter
diesem Tagesordnungspunkt wird in der
Sitzungszeit monatlich ein vorgeschlagenes Thema von stadtpolitischer Bedeutung debattiert. Da erst im Oktober wieder eine Gemeinderatssitzung nach der
Sommerpause stattfindet, hatten die Gemeinderatsfraktionen die Möglichkeit, einen Beitrag zu einem frei gewählten Thema zu schreiben.
Stadt Innsbruck stärkt Kinderbetreuung
S
eit Anfang September wird in der städtischen Kinderbetreuung mit einem
neuen Tarifsystem gearbeitet, zusätzlich
gibt es neue Öffnungszeiten, zusätzliche
Gruppen und neue Standorte.
Neues Tarifsystem
In allen städtischen Kindergärten gilt künftig: Die Betreuung ist bis 13.00 Uhr kostenlos. Ab 13.00 Uhr muss die Tagesleistung
„Mittagessen“ dazugebucht werden – ein
Schritt, der nicht nur gesetzlich vorgesehen
ist, sondern auch dem steigenden Bedarf
an Mittagstischplätzen Rechnung trägt.
Das neue System umfasst sechs Tarife und
orientiert sich an der tatsächlichen Nutzung. Eltern können die Betreuung flexibel
nach ihrem Bedarf buchen. Damit wird die
Kinderbetreuung nicht nur transparenter
und einfacher, sondern auch gerechter:
Wer weniger Tage benötigt, zahlt weniger.
Angebotsausweitung
Durch die erfolgreiche Personaloffensive
konnten in drei städtischen Kindergärten
die Öffnungszeiten ausgebaut werden.
Der KG Schützenstraße hat nun von 7.00
bis 16.30 Uhr, der KG Walderkammweg
von 7.00 bis 16.30 Uhr und der KG Reichenau-Ost von 7.00 bis 15.00 Uhr geöffnet.
Außerdem wurden im KG in der Au, im KG
St. Nikolaus und im KG Pechegarten zusätzliche Gruppen eröffnet. Mit dem KG
Daniel Sailer steht ein neuer zweigruppiger Kindergarten, der 2026/27 auf drei
Gruppen erweitert wird, zur Verfügung.
Alle Informationen zum Thema finden sich unter www.innsbruck.gv.at/
kindergaerten DJ
Nächste Gemeinderatssitzung
Seien Sie bei der nächsten öffentlichen
Sitzung des Innsbrucker Gemeinderates
am Donnerstag, 9. Oktober, ab 9.00 Uhr
live dabei. Der Link zum barrierefreien
Livestream der gesamten Sitzung wird
wie gewohnt auf www.innsbruck.gv.at
und www.ibkinfo.at veröffentlicht. Zusätzlich wird die „Aktuelle Stunde“ ab
ca. 9.00 Uhr live auf FREIRAD (105,9 MHz im
Großraum Innsbruck) und über den LiveStream unter www.freirad.at übertragen.
Die Sendung gibt es auch zum Nachhören:
cba.fro.at/series/die-aktuelle-stundegemeinderat-innsbruck.
Hinweis
Bei den Fraktionsbeiträgen gilt das
freie Wort der MandatarInnen. Die
Redaktion von Innsbruck informiert ist für die Inhalte der Fraktionsbeiträge nicht verantwortlich.
Die Standpunkte der Parteien werden
von der Redaktion weder lektoriert,
umgeschrieben, zensiert noch in
sonst einer Art und Weise bearbeitet. Die Anordnung der Beiträge
entspricht dem Wahlergebnis
und damit der Stimmenstärke der
Fraktionen im Gemeinderat.
DIE GRÜNEN
Eingriffe des Staates in die Wohnpreise sind nötig
I
nnsbruck ist Spitzenreiter bei den Wohnkosten. Je mehr Geld dafür ausgegeben werden muss, umso weniger bleibt
den Menschen fürs Leben, für Investitionen, Kultur, Sport, Urlaub. Teures Wohnen
schwächt die Kaufkraft der Menschen. Daher müsste die Wirtschaft ein fundamentales Interesse am Kampf gegen teures Wohnen und Mieten haben.
Innsbruck investiert viel Energie in den
Ausbau wohnbaugeförderter Wohnungen,
für die die Stadt das Zuweisungsrecht hat.
Heute sind es 17.500 Wohnungen oder 22 %.
Blutbuche musste entfernt werden
D
Kranker Baum als Risiko
„Wir haben alles getan, was getan werden konnte. Es ist weder die Stand- noch
Bruchfestigkeit des Baumes gegeben,
diese Einschätzung bestätigen ausgewiesene Baum-Sachverständige. Die Buche
stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko
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INNSBRUCK INFORMIERT
Für den Klub der
Innsbrucker Grünen
Vizebürgermeister
Georg Willi
JA – JETZT INNSBRUCK - JOHANNES ANZENGRUBER
Gemeinsam und sachlich für unser Innsbruck
I
© K.RUDIG
ie Stadt Innsbruck hat in den vergangenen Jahren alles unternommen, um
die 120 Jahre alte, 15 Meter hohe Blutbuche
vor dem Haus der Musik zu erhalten. Unter anderem sollten gezielte Bewässerung
und Bodenverbesserung mit Mikroorganismen lebensverlängernd wirken. Zum
Erhalt der Stand- und Bruchsicherheit
wurden zudem mehrere Kronensicherungen an seitlichen Starkästen angebracht
und abgestorbene Äste regelmäßig entfernt. Stadtinterne und externen Sachverständige begutachteten hier regelmäßig.
Im September war klar: Die festgestellte
holzzerstörende Pilzerkrankung (Lackporling) hat sich massiv ausgebreitet. Die umgehende Entfernung des Baumes wurde in
Abstimmung mit der Landesumweltanwaltschaft vorgeschlagen.
Diesen „Schatz“ wollen wir erweitern, weil
die Miete im Mittel halb so hoch ist wie
jene am Markt. Mit der Leerstandsabgabe,
dem Kampf gegen überbordende Kurzzeitvermietung, mit der Vertragsraumordnung,
dem Projekt sicheres Vermieten usw. steuern wir zusätzlich.
Am wichtigsten wäre jedoch eine Mietpreisbremse für ALLE Wohnungen, wie wir Innsbrucker Grünen sie verlangen, und nicht nur
für jene, die dem Mietrechtsgesetz unterliegen. Das können jedoch nur die Abgeordneten im Parlament beschließen.
Nach dem Rechtsmittelverzicht der Landesumweltanwaltschaft wurde der markante Baum am Landestheatervorplatz
am 25. September vom städtischen Amt für Grünanlagen entfernt.
dar. Somit wären dieser öffentliche Raum
und die Umgebung nicht mehr wie bisher benutzbar und Veranstaltungen im
Nahbereich müssten untersagt werden.
Auch der Zugang zum Haus der Musik
wäre eingeschränkt. Leider ist das Ende
der Lebenszeit der Blutbuche erreicht.
Eine Entfernung ist die einzig vernünftige
Maßnahme, die der Stadt von mehreren
externen Gutachtern, welche den Baum
in den letzten Jahren intensiv beobachtet
und begleitet haben, dringend empfohlen
wird“, erklärt Ing. Thomas Klingler, Amtsvorstand für Grünanlagen.
n einer Zeit, in der oft Lautstärke vor Inhalt steht, setzen wir als Bürgermeisterfraktion „JA - Jetzt Innsbruck“ auf
Sachlichkeit, Zusammenarbeit und klare
Lösungen. Wir stehen für eine Politik, die
nicht blockiert, sondern bewegt - parteiunabhängig, respektvoll und immer im
Interesse unserer Stadt. Unser Ziel ist es,
konstruktiv an Verbesserungen für unsere Landeshauptstadt zu arbeiten und
das tun wir mit einer Koalition, die durch
Vertrauen, Fachkompetenz und gemeinsamen Gestaltungswillen überzeugt. Wir
setzen auf fundierte Argumente, offene Gespräche und konkrete Umsetzung.
Auf diese Weise entstehen Lösungen
mit echter Substanz und Bestand. Wir
sind überzeugt: Nur durch sachliche Arbeit und einen offenen Dialog können wir
echte Veränderungen erzielen. So gestalten wir Innsbruck gemeinsam, modern,
nachhaltig und lebenswert.
Eure Gemeinderatsfraktion
„JA – Jetzt Innsbruck,
Johannes Anzengruber“
INNSBRUCK INFORMIERT
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