Innsbruck Informiert
Jg.2026
/ Nr.1
- S.7
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© ARCHITEKTURBUERO 1 ZT GMBH
Das neue Kinderzentrum Pechegarten in Wilten
ist als Kombination aus einem kleinen und
einem großen Gebäude mit Verbindungselement
geplant.
Bildung unter einem Dach
2026 wird weiter in Bildung investiert. Nach der Fertigstellung des Campus
Arzl ist das Kinderzentrum Pechegarten das nächste große Bildungsprojekt.
Der Ausbau und die Neuerrichtung von
qualitätsvoller Bildungs- und Betreuungs12
INNSBRUCK INFORMIERT
HER
Kinderzentrum
infrastruktur wird 2026 fortgesetzt. Davon zeugen zahlreiche Vorhaben wie jenes
des in Fertigstellung befindlichen Campus
Arzl. Dabei handelt es sich um ein modernes Bildungszentrum, das mehrere Modelle verschiedener Entwicklungsstufen
unter einem Dach vereint: Kindergarten,
Volksschule und Tagesbetreuung. Mit Abschluss des Leuchtturmprojekts im Herbst
2026 werden in der Volksschule Arzl zwölf
statt acht Stammklassen Platz finden und
auch die Ganztagsschule samt eigener
Mensa, Bibliothek, MINT-Raum und anderen wichtigen Funktionsräumen sind fertiggestellt und erstrahlen gemeinsam mit
dem auch thermisch sanierten Bestand in
neuem Glanz.
Ebenfalls ein Vorzeigeprojekt, für das von
der IIG ein EU-weiter Realisierungswettbewerb ausgelobt worden ist, ist der Neubau
des Kinderzentrums Pechegarten – dem
größten Bildungsprojekt der kommenden
Jahre. Mit dem Bau des neuen, in Passiv-
© C. FORC
S
teigende Bevölkerungszahlen und
zunehmend mehr berufstätige Eltern bedeuten eine große Herausforderung, was die Bildung und Betreuung von
Kindern betrifft. Um die wachsende Nachfrage abzudecken, nimmt die Stadt Innsbruck 2026 rund 24 Millionen Euro für den
Bereich Schule und Bildung in die Hand. Für
die Kinderbetreuung und für bauliche Maßnahmen durch die Innsbrucker Immobiliengesellschaft GmbH (IIG) sind insgesamt
8,5 Millionen Euro reserviert.
„Schulassistenz, Freizeitpädagogik, der
Mittagstisch an Kindergärten und Schulen
oder die Ausweitung der Ferienbetreuung
sind notwendige, weil auf Kinder und ihre
bestmögliche Entwicklung bezogene Investitionen. Außerdem sind sie eine wichtige Voraussetzung, um Familie und Beruf besser vereinbaren zu können. Um mit
den stetigen Anforderungen eines modernen Bildungssystems im urbanen Raum
Schritt halten zu können, müssen wir sowohl in bessere Räumlichkeiten als auch
in die pädagogische Qualität investieren“,
betont die für Bildung ressortzuständige
Vizebürgermeisterin Mag.a Elisabeth Mayr.
bauweise geplanten Gebäudes will die IIG
2026 starten, um in Wilten ein modernes
und umweltverträgliches Bildungs- und
Betreuungszentrum für alle, vom Kleinkind bis zum jungen Erwachsenen, zu
schaffen.
Der neue Pechegarten soll künftig eine
zweigruppige Kinderkrippe, einen dreigruppigen Kindergarten, einen sozialpädagogischen Hort und zwei sozialpädagogische Wohngruppen umfassen. Ergänzt
wird das Kinderzentrum durch Räumlichkeiten für betreutes Wohnen und für die
Verwaltung. Sechs Wohnungen werden für
kurzfristige Wohnformen zur Verfügung
gestellt (siehe Infobox).
Gewinn für alle
Mit Ausnahme des städtischen Kindergartens wird das komplette Gebäude des Pechegartens von der Innsbrucker Soziale Dienste GmbH (ISD) betrieben. Für Thomas Wolf,
ISD Bereichsleiter Kinderzentren, ergibt sich
„Die beste Bildung für unsere Kinder:
Daran bauen wir auch 2026 weiter,
sowohl was neue Räumlichkeiten
betrifft als auch in puncto Qualität und
Öffnungszeiten.“
Vizebürgermeisterin Mag.a Elisabeth Mayr
Kinderzentrum Pechegarten
Im Neubau, bestehend aus größerem und kleinerem Gebäude, sind künftig
folgende Nutzungen geplant:
• 2-gruppige Kinderkrippe der ISD (24 Kinder, 1-3 Jahre)
• 3-gruppiger Kindergarten der Stadt Innsbruck (60 Kinder, 3-6 Jahre; der
bisherige 1-gruppige Kindergarten der ISD wird mit dem bisher 2-gruppigen
städtischem Kindergarten zusammengeführt)
• Schülerhort (HoPe) mit sozialpädagogischer Tagesbetreuung durch ISD
(zehn SchülerInnen, 6-15 Jahre)
• zwei sozialpädagogische Wohngruppen der ISD (je neun Kinder und
Jugendliche, 2,5-18 Jahre)
• Betreutes Wohnen intern (fünf Jugendliche ab 17 Jahre und junge
Erwachsene bis 21 Jahre in fünf Wohnungen; Vorbereitung zur
Selbstständigkeit, eng angebunden an die Wohngruppe)
• Betreutes Wohnen extern (junge Erwachsene, bis 21 Jahre in sechs
Wohnungen; selbstständiges Wohnen mit ambulanter Begleitung
durch SozialpädagogInnen der WGs)
• Besuchsraum für Eltern, deren Kinder in den Wohngruppen leben
• Besuchskleinwohnung für Eltern, deren Kinder in den
Wohngruppen leben
• Verwaltung
durch das Projekt ein Mehrwert in vielfacher
Hinsicht, einerseits durch ökologische Einsparungen für das Klima, aber auch für die
Stadt, die Kinder und Jugendlichen und nicht
zuletzt für die Mitarbeitenden: „Die Anpassungen an gesetzliche Vorgaben sowie die
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qualitativen Verbesserungen der Räumlichkeiten werden es Kindern und Jugendlichen
mit traumatischen Erfahrungen erleichtern,
ihre Entwicklungsaufgaben besser zu meistern. Darüber hinaus wird es für das sozialpädagogische Personal einfacher, die Kinder
und Jugendlichen dabei zu unterstützen und
zu begleiten“, freut er sich auf das neue Bildungsprojekt.
Auch für Mag.a Barbara Schett, Leiterin
des Referats für pädagogische Beratung
und Qualitätsmanagement, bedeutet der
Neubau des Pechegartens einen Gewinn
für alle Beteiligten: „Die Einrichtung wird
sich in modernen, neu gestalteten Räumen präsentieren, die die Umsetzung
zeitgemäßer Konzepte nicht nur erleichtern, sondern aktiv fördern wird. Außerdem stellen die großzügigen Innenbereiche und die große Grünfläche mitten in
der Stadt einen wertvollen Schatz für Kinder und Familien dar, weil sie vielfältigen
Lern-, Bewegungs- und Forschungsraum
bieten und so die Selbstbildung auf natürliche Weise ermöglichen.“ MD
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