Innsbruck Informiert
Jg.2026
/ Nr.2
- S.15
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Gesamter Text dieser Seite:
ivb.at
Stadtleben
Viel Musik im Februar
Im Tiroler Landestheater feiert Mozarts monumentales
Meisterwerk „Idomeneo“ Premiere. Im Symphoniekonzert
sind Ausschnitte aus Wagners „Ring des Nibelungen“ und
Brahms zu hören.
IVB-Stadtrad knackt die Million
Mit über 1,1 Millionen Entlehnungen erreicht das IVB-Stadtrad 2025 einen neuen Höchstwert.
Das System ist fester Bestandteil moderner Mobilität in Innsbruck.
Jetzt ist es offiziell: 2025 hat das IVBStadtrad mit insgesamt 1.125.000 Entlehnungen einen neuen Höchststand
verzeichnet. Gegenüber dem Vorjahr
konnten die Nutzungen damit noch
einmal um mehr als ein Drittel gesteigert
werden. „Im Jahresdurchschnitt wird
jedes IVB-Stadtrad über fünf Mal am Tag
benutzt. Das ist ein absoluter Spitzenwert – auch im Vergleich zu anderen Verleihsystemen in Europa – und untermauert den hohen Stellenwert Innsbrucks als
Fahrradhauptstadt“, freut sich Mobilitätsstadträtin Janine Bex.
wegzudenken. Mit 55 Standorten und
610 Fahrrädern haben wir das Angebot
in den letzten Jahren noch einmal massiv
ausgebaut.“
fünf Lastenräder im Stadtgebiet zur
Verfügung. „Die Lastenräder waren vom
ersten Tag weg gut gebucht“, berichtet
IVB-Projektleiter Thomas Hillebrand.
Neben einem flächendeckenden Netz
an Verleihstationen und der einfachen
Bedienung ist die laufende Servicierung
der Fahrräder ein wichtiger Begleiter für
die hohe Nachfrage. Dazu hat die IVB mit
dem gemeinnützigen Verein WAMS eine
Partnerschaft geschlossen, der sich um
die Wartung, Instandhaltung und Verschiebung der Stadträder kümmert.
Zusätzlich haben auch Firmenkooperationen zum großen Erfolg des IVB-Stadtrads
beigetragen. „Aktuell haben wir 29 Partner, über die etwa 20.000 Nutzer:innen
registriert sind“, weiß IVB-Geschäftsführer Ekkehard Allinger-Csollich.
Für Bürgermeister Johannes Anzengruber
steht fest: „Das IVB-Stadtrad ist aus
dem Innsbrucker Stadtbild nicht mehr
Sehr erfolgreich war auch die Erweiterung des Fuhrparks um mehrere Transporträder. Ab Anfang April stehen wieder
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INNSBRUCK INFORMIERT
K
önnen wirklich alle Wunden heilen?
Und wie ist ein Weiterleben nach
der Zerstörung und Erschütterung
eines Krieges möglich? Den Figuren in Mozarts „Idomeneo“ von 1781 ist Schlimmes
widerfahren: Gewalt, Verschleppung, eine
traumatische Naturkatastrophe und ein
tragischer Schwur, in dem das persönliche
Opfer gegen das Gemeinwohl abgewogen
werden muss.
Mozart ist erst 24 Jahre alt, als er den
Kompositionsauftrag für Idomeneo erhält. Noch ahnt er nicht, dass es einmal
seine Lieblingsoper wird. Denn seine Arien sind psychologisch tief gezeichnet.
Die Chöre erschüttern durch ihre Wucht
und die Orchesterfarben sind so reich,
dass man das Meer tosen, die Stürme
brausen hört und die inneren Kämpfe der
Figuren unmittelbar spürt. Die Handlung
ist intensiv: Nach dem Trojanischen Krieg
gerät König Idomeneo in einen Sturm und
gelobt Neptun ein Opfer: das erste Lebewesen an Land – es ist sein Sohn Idaman-
te. Zwischen Vaterliebe, Eifersucht und
göttlichem Zorn droht Kreta zu zerbrechen. Doch am Ende siegt die Menschlichkeit und Mozart vermittelt eine deutliche Botschaft: Die Zukunft gehört nicht
der Gewalt, sondern der Vernunft und der
Versöhnung.
Der erfolgreiche britisch-österreichische
Regisseur Henry Mason untersucht in seiner ersten Inszenierung für das TLT das
engmaschige Zusammenspiel von Gesellschaftspolitik, Psychologie und Spiritualität. „Idomeneo“ feiert am 14. Februar Premiere im Großen Haus.
4. Symphoniekonzert: „Waldweben“
Am 19. und 20. Februar mischt TLT-Chefdirigent Gerrit Prießnitz mit Ausschnitten aus Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ eine Prise Musiktheater in sein
zweites Symphoniekonzertprogramm
und begibt sich mit dem TSOI auf einen Streifzug durch Wagners berühmte Tetralogie. In seinen fortschrittlichen
LEIN
© V. K
© IVB
In „Idomeneo“ ab 14. Februar zu sehen: Susanne Langbein als Elettra,
Dovlet Nurgeldiyev als Idomeneo,
Anastasia Lerman als Ilia und
Camilla Lehmeier als Idamante.
Musikdramen integrierte Wagner sogenannte Leitmotive als zusätzliche psychologische Ebene in die Musik, die auch
im Konzertsaal ihre monumentale Wirkung nicht verfehlt.
Johannes Brahms, der als Traditionalist seinerzeit zum Antipoden Wagners
ausgerufen wurde, vermeldete gut zwei
Jahrzehnte nach seinem ersten Klavierkonzert mit einem Augenzwinkern, dass
er „ein ganz ein kleines Klavierkonzert“
geschrieben habe „mit einem ganz einem kleinen zarten Scherzo“. Das „kleine“ zweite Klavierkonzert (Solist: Jaehong
Park), das ein Scherzo enthält und aus
vier statt drei Sätzen besteht, ähnelt dabei eher einer großen Sinfonie. Im Vorkonzert musiziert die Jugendphilharmonie der Musikschule Innsbruck, jeweils
um 19.30 Uhr (siehe Seite 32).
Tickets, Programm und Informationen:
www.landestheater.at und www.hausder-musik-innsbruck.at AS
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