Innsbruck Informiert
Jg.2025
/ Nr.12
- S.6
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Gesamter Text dieser Seite:
„Soziale Verantwortung ist eine
Ein starkes Netzwerk für Innsbruck
COM
UTTERSTOCK.
© SH
Innsbruck setzt auf Zusammenarbeit und professionelle
Sozialarbeit, um Wohnungslosigkeit sichtbar zu machen
und wirksam zu bekämpfen.
Zählen, um zu helfen
Im Rahmen des EU-Projekts „City Count Homelessness" beteiligt sich
Innsbruck an einer europaweiten Erhebung zu Obdach- und Wohnungslosigkeit.
Die Ergebnisse sollen künftig gezielte Maßnahmen ermöglichen.
W
ie viele Menschen in Innsbruck
ohne eigene Wohnung leben,
weiß derzeit niemand genau.
Zwar verfügen die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe über langjährige Erfahrung und Schätzwerte – belastbare, vergleichbare Zahlen fehlen jedoch. Das soll
sich nun ändern: Von 6. bis 24. Oktober
2025 nahm die Stadt Innsbruck an der
europaweiten Erhebung EU City Count
Homelessness teil. Ziel der von der Europäischen Kommission geförderten Initiative ist es, erstmals standardisierte
Daten über Obdach- und Wohnungslosigkeit in europäischen Städten zu gewinnen. Der Innsbrucker Beitrag ist Teil eines
Forschungsprojekts, das von der Katholischen Universität Leuven (Belgien) geleitet
wird. In Österreich koordiniert Dr. Philipp
Schnell von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) die wissenschaftliche Umsetzung.
Ein Blick hinter die Zahlen
Erfasst werden in Innsbruck alle Menschen ab 16 Jahren, die gemäß ETHOS –
der Europäischen Typologie für Obdachlosigkeit, Wohnungslosigkeit und prekäre
Wohnversorgung, entwickelt vom Europäischen Dachverband der Wohnungslosenhilfe (FEANTSA) – als wohnungslos gelten.
Dazu zählen Menschen, die auf der Straße
leben, Personen in Not- und Übergangsunterkünften sowie Menschen, die vorübergehend bei Freunden oder Bekannten
unterkommen.
Die Befragungen fanden in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Einrichtungen
der Wohnungslosenhilfe, Beratungsstellen, Tageszentren und niederschwelligen Angeboten statt. Auch eine Umfrage im öffentlichen Raum war Teil der
Erhebung. Insgesamt wurden 1.366 Fragebögen ausgefüllt – 1.103 von SozialarbeiterInnen und 263 gemeinsam mit
KlientInnen. Diese Daten werden derzeit bereinigt und analysiert. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2026 erwartet
und sollen zunächst auf EU-Ebene veröffentlicht werden. Anschließend folgt ein
spezifischer Bericht über die Situation in
Innsbruck.
Der Innsbrucker City Count wurde von einer Steuerungsgruppe aus VertreterInnen
der Stadt, der Innsbrucker Soziale Dienste
GmbH (ISD), der Forschung und der Wohnungslosenhilfe begleitet. Zahlreiche Organisationen waren in die Erhebung eingebunden – von Notunterkünften über
Streetwork bis hin zu Beratungs- und Betreuungsangeboten. Damit die Teilnahme
auch für die Betroffenen einen unmittelbaren Nutzen bringt, erhielt jede befragte
Person einen 5-Euro-Einkaufsgutschein.
Unterstützt wurde diese Aktion durch ein
Sponsoring der Tiroler Firma MPREIS in
Höhe von 300 Euro.
Gemeinschaftsaufgabe. Nur wenn Stadt,
Einrichtungen und Zivilgesellschaft
zusammenarbeiten, schaffen wir Perspektiven
für Menschen ohne sicheren Wohnraum.“
© C. FORC
HER
evidenzbasierte Strategien zur Prävention und Überwindung von Wohnungslosigkeit zu entwickeln. Damit wird die
Grundlage geschaffen, soziale Maßnahmen langfristig wirksamer und gerechter zu gestalten.
Vizebürgermeister Georg Willi
Ein Schritt zu mehr
sozialer Gerechtigkeit
Blick zu verlieren, sondern gezielt zu unterstützen MF
Mit der Teilnahme am EU-Projekt setzt
Innsbruck ein klares Zeichen: Wohnungsund Obdachlosigkeit sollen sichtbar gemacht, verstanden und letztlich überwunden werden. Die Erhebung ist dabei
kein Selbstzweck, sondern der Beginn eines langfristigen Prozesses. Auf Basis der
Ergebnisse sollen künftig neue Angebote,
bedarfsgerechte Hilfsstrukturen und präventive Maßnahmen entstehen. So zeigt
sich: Die Stadt Innsbruck handelt – wissenschaftlich fundiert, vernetzt und mit
dem klaren Ziel, Menschen in schwierigen Wohnsituationen nicht aus dem
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Tiroler Soziale Dienste
(Schusterbergweg 73)
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bis 9.00 Uhr, ganzjährig geöffnet
• Angebot: Ganzjährige
Notschlafstelle, inklusive
warmem Abendessen,
Frühstück, Dusch- und
Waschmöglichkeiten,
Sozialberatung
• Unterkünfte
• Hilfsangebote
Wissenschaft als Grundlage
Der für Soziales ressortzuständige Vizebürgermeister Georg Willi betont die Bedeutung der Datenerhebung: „Wenn wir
Obdach- und Wohnungslosigkeit wirklich
wirksam bekämpfen wollen, brauchen
wir eine fundierte Grundlage. Erst wenn
wir wissen, wie viele Menschen betroffen
sind und in welchen Lebenssituationen
sie sich befinden, können wir zielgerichtet handeln und Unterstützungsangebote dort setzen, wo sie gebraucht werden.“
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen es
der Stadt Innsbruck ermöglichen, künftig
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