Innsbruck Informiert
Jg.2025
/ Nr.12
- S.22
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Gesamter Text dieser Seite:
Stadtgeschichte
Ein historischer Adventnachmittag
für die ganze Familie
Zum „Warten aufs Christkind“ lädt die Hofburg Innsbruck Familien zu
einem kostenlosen Rundgang durch die neue Maximilian-Ausstellung ein
und zeigt dabei Innsbruck im Wandel der Geschichte.
von Fabian Karner
Die Altstadt erscheint in ihrer ursprünglichen Form, umgeben von der mittelalterlichen Ringmauer und strukturiert durch
vier Stadttore. Hier bündeln sich höfische
Repräsentation und städtisches Leben –
mit dem Goldenen Dachl als glänzendem
Zentrum. Ein besonderer Höhepunkt der
Ausstellung ist ein originaler Reliefstein
des Goldenen Dachls, eine bemerkenswerte und seltene Leihgabe des Stadtmuseums Innsbruck.
© BHÖ (4)
Viertel, Wege und Visionen
A
Die neue Maximilian1 Sonderausstellung beleuchtet die historische Entwicklung der Innsbrucker
Stadtviertel von Maximilian I. bis Maria Theresia.
m Nachmittag des 24. Dezember steht für viele Familien dieselbe Frage im Raum: Wie vertreibt
man die lange, aufregende Wartezeit bis
zur Bescherung? Die Hofburg Innsbruck
bietet heuer erneut eine stimmungsvolle Antwort darauf. Unter dem Motto „Warten aufs Christkind“ öffnet die Kaiserliche Burg ihre Türen und lädt Kinder, Eltern
und Großeltern zu einem kostenlosen,
vorweihnachtlichen Besuch ein. Im Mittelpunkt steht dabei, neben den Kaiserappartements und der Dauerausstellung
über Kaiser Maximilian, die neue Sonderausstellung „Maximilian I. – Kaiserliche Vision und städtische Blüte Innsbrucks“.
„Unser Ziel ist es, Kindern altersgerecht
unsere Geschichte und unser kulturelles
Erbe näherzubringen. Das familienfreund-
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INNSBRUCK INFORMIERT
liche Angebot unterstreicht das Engagement der Burghauptmannschaft für eine
lebendige und zugängliche Kulturvermittlung“, betont der stellvertretende Burghauptmann Markus Wimmer.
Eine Stadt im Wandel –
Innsbruck neu erzählt
Die neue Sonderausstellung widmet sich
jenem Innsbruck, das unter Kaiser Maximilian I. zum politischen, kulturellen und innovativen Zentrum des Alpenraumes aufstieg. Sie zeigt, wie eng Kaiser und Stadt
miteinander verbunden waren und wie
diese Verbindung das Stadtbild bis ins
18. Jahrhundert prägte.
Im Mittelpunkt stehen die historischen
Viertel Innsbrucks, deren Entwicklung
in der Forschung zwar bekannt, in ihrer
räumlichen Dynamik jedoch selten so anschaulich dargestellt wurde. Die Schau eröffnet diesen Blick mithilfe eines großen
digitalen Stadtmodells, das die Besucherinnen und Besucher auf eine virtuelle
Reise durch mehrere Jahrhunderte mitnimmt.
Die Sonderausstellung veranschaulicht die Stadtentwicklung mittels traditioneller Leihgaben und digitalen
Rekonstruktionen.
Östlich und nordöstlich der Hofburg erstreckten sich einst die weitläufigen Hofgärten, ausgestattet mit Wirtschaftsgebäuden, Lusthäusern und einem
funktionierenden Hofbetrieb. Die Ausstellung zeigt, wie stark diese Flächen das Bild
der Residenzstadt prägten und wie sie in
die höfische Welt eingebettet waren.
Entlang der Universitätsstraße entstand
ab Mitte des 16. Jahrhunderts ein Klosterviertel von überregionaler Bedeutung.
Franziskaner, Jesuiten, Servitinnen und
Kapuziner prägten den geistigen Kosmos
der Stadt und machten diesen Straßenzug
zum spirituellen und intellektuellen Zentrum.
In der Kohlstatt wiederum entstand ein
lebendiges Gewerbe- und Handwerksviertel. Zwischen großer und kleiner Sill entwickelten sich Mühlen, Werkstätten und
landesfürstliche Betriebe, ein frühes industrielles Herz der Stadt.
Der Innrain zeigt ein Innsbruck im Wandel:
lange Zeit dünn besiedelt, im 18. Jahrhundert dann dicht verbaut. Das Innufer selbst
war ein strategischer Umschlagplatz für
Flößer, Holz und Waren – eine wichtige Lebensader des alltäglichen Handels.
Die Neustadt, die heutige Maria-Theresien-Straße, veränderte das Stadtbild
schließlich grundlegend. Aus der nach
Die Ausstellung läuft
noch bis 15. Februar. Am
24. Dezember gibt es
kostenlosen Eintritt für
Familien.
Süden führenden Handelsstraße wurde
eine repräsentative barocke Achse, gesäumt von adeligen Stadthäusern und
Beamtenpalais, ein eindrucksvolles Ensemble, das bis heute den Charakter
Innsbrucks prägt.
Auf der gegenüberliegenden Innseite
entwickelten sich die Siedlungen Obere
und Untere Anbruggen, begrenzt von den
Kirchen St. Nikolaus und Maria Hilf. Auch
hier stand das Innufer im Zentrum der
wirtschaftlichen Aktivität.
Geschichte erleben –
für Groß und Klein
Die Ausstellung bietet zahlreiche Möglichkeiten, die Stadtgeschichte atmosphärisch zu erleben: detaillierte Modelle, originale Baufragmente, historische Karten
und digitale Rekonstruktionen machen
sichtbar, wie Innsbruck zur Residenzstadt
wurde und welche Rolle Maximilian I. dabei spielte.
Gerade für Familien ist die Schau ein idealer Rahmen, um gemeinsam zu entdecken, wie vertraute Orte früher aussahen
und wie eng das heutige Innsbruck mit der
kaiserlichen Vergangenheit verwoben ist.
Ein stimmungsvoller Ausklang:
Warten aufs Christkind
Am 24. Dezember wird dieser Blick in die
Vergangenheit zum besonderen Adventerlebnis. Bei freiem Eintritt lädt die Hofburg
nachmittags zum gemeinsamen „Warten
aufs Christkind“ ein. Familien können an
Kurzführungen teilnehmen, die Ausstellung spielerisch erkunden und die historischen Kaiserapartments entdecken.
Mit diesem Angebot schafft die Hofburg
Innsbruck einen ruhigen, kulturellen und
zugleich festlichen Start in den Heiligen
Abend – einen Moment, der Erinnerung,
Vorfreude und gemeinsames Erleben miteinander verbindet. Die Sonderausstellung
ist noch bis 15. Februar 2026 zu sehen.
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