Innsbruck Informiert

Jg.2025

/ Nr.10

- S.8

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Gemeinsam leben

Wirkt das große Areal des Hauptbahnhofs
bislang noch als Barriere zwischen den
Stadtteilen Wilten und Pradl, soll sich
das mit der neuen Fußgänger- und
Radwegunterführung grundlegend ändern.

D BERGER

© ÖBB GERHAR

Nachhaltig mobil
Innsbruck wächst zusammen: Mit dem Stadtrad, der neuen Elektro-Buslinie D
und dem Umbau des Hauptbahnhofs punktet die Stadt mit kurzen Wegen,
sauberer Luft und mehr Lebensqualität.

Erfolgsmodell Stadtrad
Das Stadtrad, betrieben von den Innsbrucker Verkehrsbetrieben (IVB), hat sich
zu einem wahren Erfolgsprojekt entwickelt. Erst kürzlich wurde es mit dem VCÖMobilitätspreis Tirol und dem Tiroler Klimaschutzpreis ausgezeichnet. Die Kooperati14

INNSBRUCK INFORMIERT

© C. FORC

HER

W

ie bewegen wir uns in Innsbruck
von Ost nach West – vom Olympischen Dorf bis nach Kranebitten – schnell, klimafreundlich und verlässlich? Die Stadt Innsbruck setzt dabei
klar auf nachhaltige Mobilitätsformen wie
Rad, Bus und Bahn. Denn eine moderne
Stadt, in der viele Menschen ihren Lebensmittelpunkt haben, braucht attraktive und
alltagstaugliche Angebote für eine nachhaltige Mobilität.

„Der Hauptbahnhof ist das Tor zur Stadt
und verbindet Innsbruck mit Europa. Mit der
geplanten Fuß- und Radwegunterführung wird
er nun aber auch zum Bindeglied im Inneren und
vereint Wilten mit Pradl.“
Stadträtin Janine Bex, BSc

on mit dem sozialökonomischen Betrieb
Conrad sorgt dafür, dass das Projekt nicht
nur ökologisch, sondern auch sozial wirkt.
Die Nutzung wächst weiterhin stark: Mit
durchschnittlich über vier Ausleihen pro
Rad und Tag liegt das Stadtrad über den
Rekordwerten des Vorjahres und ist damit
für 2025 voll auf Kurs, die beachtliche Zahl
von einer Million Ausleihungen zu knacken. Neue Stationen im Gewerbegebiet

Rossau werden das Angebot zusätzlich erweitern. Auch die Radzählstellen der Stadt
Innsbruck zeigen ein deutliches Bild: Mit
über 6,2 Millionen gezählten Radfahrten
bis Mitte September 2025 wird Radfahren im Alltag immer beliebter. „Radfahren
ist mehr als Fortbewegung – es ist Klimaschutz, Gesundheit und Lebensqualität in
einem“, betont Stadträtin Janine Bex, BSc.
Ein weiterer Meilenstein für klimafreund-

liche Mobilität ist die neue Buslinie D, die
am 15. Dezember 2025 startet. Sie wird
als erste vollelektrische Buslinie der IVB
zwischen Mühlau und Hochmühlau sowie
Hocharzl verkehren. Drei moderne Batteriebusse übernehmen den Betrieb auf der
7,5 Kilometer langen Strecke. „Damit setzen wir ein starkes Zeichen für die Verkehrswende in Innsbruck“, so Bex. „Kurze
Wege, saubere Antriebe und ein attraktiver Takt machen den öffentlichen Verkehr
zur echten Alternative.“

Knotenpunkt der Zukunft
Besonderes Augenmerk liegt auf dem Umbau des Hauptbahnhofs Innsbruck, der
schon heute als bedeutender internationaler Verkehrsknotenpunkt gilt und durch
den Umbau weiter an Bedeutung gewinnt.
Gemeinsam mit dem Land Tirol, der ÖBBInfrastruktur und der BBT SE (Brenner
Basistunnel) hat die Stadt eine Planungsvereinbarung unterzeichnet. Ziel ist es,
den Bahnhof attraktiver, barrierefrei und
noch besser vernetzt zu gestalten.
Konkret bedeutet das: Der Bahnhof wird
als multimodaler Knotenpunkt weiterentwickelt, der Fern- und Nahverkehr optimal mit Straßen- und Regionalbahn, Bus,
Rad- und Fußwegen verbindet. Eine neue
Unterführung wird Pradl und Wilten direkt

miteinander verknüpfen und so die Barrierewirkung des Bahnhofsareals reduzieren.
Auch am Sillufer sind Verbesserungen geplant: ein attraktiver Freiraum mit Aufenthaltsqualität, der zugleich Rad- und Fußwege aufwertet und ökologisch wirksam
ist. Darüber hinaus entstehen zusätzliche
Radabstellanlagen wie Bike&Ride, um den
Vorplatz zu entlasten und die intermodale
Mobilität zu fördern.
Der Umbau macht den Hauptbahnhof damit nicht nur zu einem modernen Verkehrsknoten, sondern auch zu einem Bindeglied zwischen den Stadtteilen – ein
Ort, an dem Mobilität, Lebensqualität und
Stadtentwicklung zusammenfinden.

Gelungene Investition
Ein Beispiel dafür, wie Investitionen in den
Schienenverkehr bereits heute Wirkung
zeigen, ist die S-Bahnhaltestelle Messe.
Der Bau war anfangs umstritten, hat sich
inzwischen aber als voller Erfolg erwiesen: Rund 3.000 Ein- und AussteigerInnen
pro Werktag nutzen die Haltestelle, die
2025 außerdem mit dem internationalen
Architekturpreis „BigSee Award 2025“
ausgezeichnet wurde. Damit ist klar: Die
Entscheidung für den Bau war richtig
und stärkt den öffentlichen Verkehr in
Innsbruck nachhaltig. DJ
INNSBRUCK INFORMIERT

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