Innsbruck Informiert

Jg.2025

/ Nr.12

- S.9

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© F. BÄR

Gemeinsam leben

Manfred Haider ist im Winter mit dem
Unimog für die Sicherheit auf Innsbrucks
Straßen unterwegs.

Alles im Griff: Manfred Haider kann von seinem
Cockpit aus Pflug und Salzstreuer steuern. Zur
Kontrolle muss aber auch er manchmal aussteigen
und die Verhältnisse genau prüfen – auch auf
Innsbrucks höchstgelegenen Straßen auf der
Nordkette.

Millimeterarbeit: Auch enge Straßen müssen geräumt
werden – manchmal auch im Rückwärtsgang.
Besonders wichtig ist hier, dass die Fahrzeuge
ungehindert durchkommen.

Im Winterdienst

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INNSBRUCK INFORMIERT

Weite Wege
„Auch vor dem ersten Schneefall sind wir
ab 3.30 Uhr bis 23.30 Uhr unterwegs und
kontrollieren alle Straßen in unseren jeweils zugeteilten Gebieten“, erklärt Manfred Haider, während wir in den orangen
Unimog steigen, „ich bin zum Beispiel für
Mühlau und die Hungerburg zuständig“.
Das bedeutet: Jede Straße muss hier von
ihm abgefahren, kontrolliert und gesichert
werden. Rund 550 Kilometer an Straßen
und Wegen liegen im Zuständigkeitsbereich des Winterdienstes. Zum Vergleich:
Die Strecke Innsbruck-Nizza beträgt 530
Kilometer. „Wir sind auf allen Straßen im
Stadtgebiet unterwegs – auch in den höhergelegenen Stadtteilen, die oft besonders betroffen sind“ – vom Patscherkofel
bis zur Nordkette.

„Sobald der erste Schnee da ist, sind wir
im Dauereinsatz“, führt Haider aus. Dabei
kann es auch spät werden: „Wenn ich Bereitschaft habe, kann ich auch um 1.00 Uhr
in der Nacht einen Anruf vom Einsatzleiter bekommen und muss dann raus.“
Auch zu Weihnachten, auch zu Silvester. Sicherheit kennt keine Feiertage,
„da muss man seine Freizeit eben entsprechend umplanen, das ist Teil des
Berufs“, erklärt der erfahrene Winterdienst-Mitarbeiter. Mittlerweile kennt er
jeden Winkel jeder Gasse: „Bei besonders engen Straßen ohne Wendemöglichkeiten muss ich auch mal rückwärts
mit dem Schneepflug wieder runter.“ Keine leichte Aufgabe, doch routiniert meistert er selbst die schmalsten Sackgassen
der höchstgelegenen Wohngebiete. Aber

Zusammen wirken
Deutlich wird dies etwa bei einspurigen
Straßen, die für die Fahrzeuge des Winterdienstes frei bleiben müssen: „Um unsere
Arbeit ordentlich erledigen zu können,
brauchen wir Platz. Deshalb sind wir
besonders dankbar für achtsam abgestellte Autos und ordentlich gestutzte Hecken,
die nicht über die Grundstücksgrenze hinausragen“, führt Manfred Haider aus, während er mit ruhiger Hand über die Gefälle
der steilsten Nordkettenstraßen fährt.
Ebenso zu beachten gilt, dass AnrainerInnen gesetzlich dazu verpflichtet sind, Gehwege vor ihren Grundstücken zwischen
6.00 Uhr und 22.00 Uhr selbst zu räumen –

im Idealfall aber, ohne den Schnee dabei
auf die Straße zu schieben. Innerhalb des
Kernbetreuungsgebietes, zu finden unter www.innsbruck.gv.at/kernbetreuung,
kann die Räumung von Gehwegen auch
vertraglich mit dem Straßenbetrieb vereinbart werden.
Wir sind am Ende unserer Kontrollfahrt
angekommen. Noch liegt kein Schnee, die
Gefahr von Eisbildung besteht allerdings
trotzdem schon. Menschen wie Manfred

HER

I

nnsbruck, Roßaugasse: Es ist kurz vor
3.30 Uhr morgens und die meisten InnsbruckerInnen sind noch am Träumen –
während andere schon räumen: Die Mitarbeiter des Winterdiensts, die jeden Tag für
sichere Wege im Stadtgebiet sorgen. Straßen müssen geräumt, betreute Wege gestreut und das sichere Weiterkommen aller
VerkehrsteilnehmerInnen ermöglicht werden. Bei Schneefall auch 24 Stunden am
Tag, sieben Tage die Woche. Eiskristall für
Eiskristall wird neutralisiert, Salz auf vereiste Straßen gepfeffert – gerutscht werden soll schließlich nur zu Silvester. Einer,
der gemeinsam mit seinen Kollegen jeden
Winter schneemassenhaften Widrigkeiten trotzt, ist Manfred Haider vom Amt für
Straßenbetrieb. Wir begleiten ihn auf einer
Kontrollfahrt durch das Stadtgebiet.

Routine-Job ist das keiner: „Es kann immer was passieren, wir müssen auf alles
vorbereitet sein“. Gute Zusammenarbeit
ist dabei unerlässlich – sowohl mit den
Kollegen, als auch mit der Bevölkerung.

© C. FORC

Das Amt Straßenbetrieb sorgt im Winter für sichere Wege.

Haider sorgen täglich dafür, dass Innsbrucks Straßen sicher sind. Das wissen
auch viele zu schätzen: „Besonders freut
mich die Dankbarkeit der Menschen in
meinen Gebieten. Sie lassen uns spüren,
wie sehr sie unsere Arbeit schätzen. Das
ist für mich unglaublich schön“, lässt er
uns noch wissen – bevor der Dienst weitergeht. Tag für Tag, Winter für Winter und
immer für die Sicherheit aller Menschen
im Innsbrucker Stadtgebiet. FB

„Das fleißige Team des Winterdienstes ist 24/7
im gesamten Stadtgebiet einsatzbereit. Ohne
diese wichtige Arbeit wären wir im Winter
verloren. Deshalb ist jede und jeder von uns
angehalten, hier besondere Rücksicht auf unsere
Mitarbeiter zu nehmen. Vielen Dank an alle, die
sich um unsere Sicherheit im Winter sorgen!“
Stadträtin Mag.a Mariella Lutz

INNSBRUCK INFORMIERT

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