Innsbruck Informiert
Jg.2026
/ Nr.2
- S.6
Suchen und Blättern in knapp 900 Ausgaben und 25.000 Seiten.
Gesamter Text dieser Seite:
© TLMF (1), STADTARCHIV/STADTMUSEUM INNSBRUCK (3)
Kulturhistorische Höhepunkte bei Olympia: das Plakat
des Grafikdesigners Arthur Zelger von 1976, der Dirigent
Karl Böhm 1964 mit den Wiener Philharmonikern, die
Stadtmusikkapelle Wilten bei der Eröffnungsfeier 1964.
Kultur und Sport verbinden
Olympische Spiele wirken in vielen Bereichen verbindend. Wie gut sich Kultur und
Sport ergänzen, zeigt ein neues Buch aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck.
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INNSBRUCK INFORMIERT
stadt im heutigen Museum Goldenes Dachl
situiert war .
Reich illustriertes Buch
Olympia und die Musik
Das neue Buch „Olympische Winterspiele
in Innsbruck“, das in Zusammenarbeit des
Stadtarchiv/Stadtmuseums Innsbruck mit
dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck entstanden ist, schlägt einen Bogen von der Mediengeschichte über
Musik und Literatur bis hin zu den freiwilligen Helfer:innen, den „True Olympians“ –
heute würde man sie Volunteers nennen .
Das Stadtarchiv/Stadtmuseum macht darin
auch aussagekräftiges und bisher unveröffentlichtes Fotomaterial öffentlich .
Die Beiträge beleuchten die organisatorischen, strukturellen und gesellschaftlichen
Rahmenbedingungen der Spiele sowie deren Nachwirkungen . Ein Kapitel erinnert
ausführlich an das ehemalige Olympiamuseum, das von 1983 bis 1995 in der Alt-
In der dreisprachigen Broschüre „Konzerte in Innsbruck anlässlich der IX . Olympischen Winterspiele 1964“ betonte der damalige Bürgermeister DDr . Alois Lugger: „In
richtiger Wertung des olympischen Gedankens, in Beachtung von ‚mens sana in corpore sano‘ will Innsbruck, seiner Tradition
folgend, auch der kulturellen Verpflichtung
gerecht werden . Und so wünsche ich allen
in sinnvoller Ergänzung des sportlichen Geschehens anregende Entspannung im Zauber der schönen Künste .“
Als „schöne Kunst“ spielte Musik – besonders bei den Spielen 1964 – im Begleitprogramm eine wichtige Rolle, wie der Leiter
der Musiksammlung des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum, Franz Gratl, in
seinem Kapitel beschreibt . Für die Organisa-
HER
grafische Gestaltung eines Arthur Zelger,
dessen Tirol-Logo wir bis heute kennen .“
© C . FORC
D
ie Olympischen Winterspiele 1964
und 1976 waren für Innsbruck nicht
nur Sportveranstaltungen . Diese
Großereignisse haben nachhaltige Spuren
im Wohnbau, im Straßenbau, in der Infrastruktur hinterlassen . Die Bautätigkeiten
unterstützten die Bemühungen, nach den
Weltkriegen das Stadtbild weiter wiederherzustellen und brachten wichtige, bis
heute sichtbare Impulse für die Stadtentwicklung – mehr als in anderen OlympiaAustragungsorten .
„Das heurige Jubiläumsjahr haben die
städtischen Ämter für Sport und Kultur,
insbesondere das Innsbrucker Stadtarchiv/Stadtmuseum, zum Anlass genommen, um gemeinsam daran zu erinnern
und eine Verbindung von Sport und Kultur zu schaffen“, betont Vizebürgermeister Georg Willi und verweist auf die Podcasts mit Zeitzeug:innen und ehemaligen
Athlet:innen, einen neuen Stadtplan, der
die Standorte im Stadtgebiet markiert,
und eine Foto-Ausstellung am Boznerplatz, aber besonders ein neues OlympiaBuch: „Es ist bewundernswert, welche Fülle
an Informationen und Aspekten das Buch
bereithält . Auch Musik, Literatur, Kunst
spielten eine Rolle, man denke nur an die
„Die Olympischen Winterspiele 1964 und
1976 haben Innsbruck nicht nur in sportlicher
Hinsicht geprägt. Umso passender ist es, dass
diese Vermächtnisse anlässlich des heurigen
Jubiläumsjahres von mehreren Seiten beleuchtet
werden.“
Vizebürgermeister Georg Willi
tion, Koordination und Bewerbung des offiziellen Rahmen-Musikprogramms war das
Kulturamt der Stadt Innsbruck zuständig .
So traten die Wiener Philharmoniker unter
der Leitung von Karl Böhm (1894–1981) in
den Stadtsälen auf . Die deutsche Sopranistin Elisabeth Schwarzkopf (1915–2006) wie
auch die Wiener Sängerknaben waren in
Innsbruck zu Gast . Ein zweiter Schwerpunkt
des musikalischen Begleitprogrammes von
1964 galt der „Folklore“, der Volkskultur . Bei
den Spielen 1976 wurde hingegen weniger
Wert auf die Musik gelegt . Besonders auffällig wirkt es für Gratl, dass sich 1964 ganz
Österreich als Kulturnation und Musikland
präsentierte, 1976 eher Tirol – als traditionsverbunden auf der einen und als weltoffen auf der anderen Seite .
Olympisches Grafikdesign
Die Aufgabe der grafischen Gestaltung für
1976 übernahm der Tiroler Grafikdesigner
Arthur Zelger (1914–2004), Schöpfer des bis
heute verwendeten Tirol-Logos und zahlreicher ikonischer Tourismusplakate von den
1940er- bis in die 1980er-Jahre – einige davon befinden sich heute in städtischem Eigentum .
Diese und viele weitere interessante Hintergründe zum Buch gibt es aktuell im Gespräch mit den Herausgebern Matthias
Egger, Joachim Bürgschwenter (beide Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck) und dem
Sporthistoriker Wolfgang Meixner (Universität Innsbruck) auf Radio Freirad in der Reihe
KulturTon zu hören: www .innsbruck .gv .at/
radiothek-freirad . AS
Das Buch „Olympische Winterspiele in Innsbruck: Vorgeschichten – Bedeutungen –
Nachwirkungen“ (Universitätsverlag Wagner) ist im Stadtarchiv/
Stadtmuseum Innsbruck sowie im
Webshop unter www .innsbruck .gv .at/
shop erhältlich . Im Audiokanal
„Stadtstimmen: 50 Jahre Olympische Winterspiele 1976“ kommen
wöchentlich Zeitzeug:innen und
ehemaligen Athlet:innen wie Toni
Innauer, Franz Klammer oder Brigitte
Totschnig zu Wort . Mehr unter
www .innsbruck .g v .at/podcasts
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www.miller.at