Innsbruck Informiert

Jg.2025

/ Nr.9

- S.4

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Gemeinsam leben

Einfach mal müssen

Eine Stadt für alle
In Innsbruck wird viel dafür getan, Hindernisse jeder Art abzubauen –
von leicht zugänglichen Gebäuden über das Wählen ohne Hürden bis
zum Abbau von Barrieren im Kopf.

Barrierefreiheit – was ist das?

Barrierefreiheit und Teilhabe sind in
der UN-Behindertenrechtskonvention
verankert. Generell bedeutet
Barrierefreiheit, dass alle Menschen –
unabhängig von körperlichen, geistigen
oder altersbedingten Einschränkungen –
Zugang zu allen Lebensbereichen haben
und diese möglichst selbstständig und
ohne fremde Hilfe nutzen können. Die
Stadt Innsbruck ist bemüht, in diesem
Sinne eine aktive Rolle einzunehmen und
Bewusstseinsbildung zu fördern. Mehr
dazu auf den Seiten 12–13.

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Die Behindertenvertrauenspersonen der Stadt Innsbruck werden
alle fünf Jahre gewählt. Wahlberechtigt sind Mitarbeitende mit
einem Behinderungsgrad von mindestens 50 Prozent. Aufsuchen
können die Stelle aber alle Bediensteten, die mindestens sechs
Monate lang von einer Beeinträchtigung betroffen waren. “Wichtig ist, dass die Leute gleich zu uns kommen, bevor Probleme zu
groß werden”, erklären Silvia Eisenbacher (l.) und Andrea Bastiani,
die das Amt derzeit ausführen.

200 Jahre Brailleschrift

Im heurigen Jahr wird die Brailleschrift 200 Jahre alt. Das BlindenschriftAlphabet erleichtert seit 1825 blinden und sehbehinderten Menschen den
Zugang zur Bildung. Der Franzose Louis Braille, selbst seit seinem
5. Lebensjahr blind, erfand im Alter von 16 Jahren diese sechs erhabenen,
zu ertastenden Punkte, die in 64 verschiedenen Kombinationen Buchstaben,
Satzzeichen und Zahlen darstellen.
In der Ausstellung „Die Sprache der Punkte“ macht der Blinden- und Sehbehindertenverband Tirol in der „Woche des Sehens“ von 13. bis 17. Oktober
auf die Herausforderungen und Barrieren aufmerksam, die Sehbehinderte
im Alltag erleben. Mehr unter www.bsvt.at.

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Wählen ohne Hürden

Weitestgehende Barrierefreiheit ist auch
gefragt, wenn es darum geht, dass alle
Innsbrucker BürgerInnen ihr Wahlrecht
ausüben können. Bei der Gemeinderats- und
BürgermeisterInwahl im Vorjahr waren von den
43 Standorten, an denen gewählt werden kann,
41 für Menschen mit Mobilitätseinschränkung
barrierefrei zugänglich. Auch die Breite der
Wahlkabinen sowie die Schreibhöhe sind so
konzeptioniert, dass sie für RollstuhlfahrerInnen gut
zugänglich sind. WählerInnen, denen es schwerfällt,
den Wahlvorgang alleine durchzuführen, haben
die Möglichkeit, eine Vertrauensperson mit in die
Kabine zu nehmen. Sehbeeinträchtigten und blinden
Menschen stehen als Hilfestellung StimmzettelSchablonen zur Verfügung.

© F. BÄR

MD/AS

Sprichwörtlich ein Bedürfnis ist es der Stadt Innsbruck,
die öffentlichen, barrierefreien Toilettenanlagen weiter
auszubauen. Im Rahmen des Masterplans „Öffentliche
Toilettenanlagen“ wurde ein Maßnahmenkatalog
erarbeitet, um die Versorgung des Stadtgebietes
mit öffentlichen sowie barrierefreien WC-Anlagen
voranzutreiben. Eine Übersicht zu öffentlichen
Toilettenanlagen findet sich unter
www.innsbruck.gv.at/toiletten.
Im Übersichtsplan kann auch nach
barrierefreien WCs gefiltert werden.
Mehr dazu auf den Seiten 8–9.

Magistrat für alle

Bereits seit 2015 befasst sich eine
interdisziplinäre Arbeitsgruppe im
Stadtmagistrat regelmäßig mit dem
Thema Barrierefreiheit. Hier wird
versucht, möglichst viele Parameter zu
berücksichtigen. Sowohl bauliche wie
auch organisatorische Maßnahmen stehen
dabei im Mittelpunkt. Mehr dazu auf den
Seiten 8–9.

Bewusstsein schaffen

Falsch abgestellte E-Scooter auf Gehwegen sind eine Gefahr, speziell
für Menschen mit Behinderungen. Innsbruck hat es sich daher zur
Aufgabe gemacht, besonders E-Scooter-Fahrende, aber auch alle
BürgerInnen sowie BesucherInnen der Stadt im Zuge einer Bewusstseinskampagne für mehr Rücksichtnahme und Achtsamkeit in dieser
Sache zu sensibilisieren. In Kooperation zwischen dem Behindertenbeirat (BBR) der Landeshauptstadt und der städtischen Geschäftsstelle
Kommunikation und Medien wurde 2021 eine Initiative für korrektes
Abstellen von E-Scootern im öffentlichen Bereich erarbeitet. Zu diesem
Thema sind humorvolle Kurzfilme entstanden (zu sehen unter
www.ibkinfo.at/humorvoll-barrieren-ueberwinden). MD

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