Innsbruck Informiert
Jg.2025
/ Nr.11
- S.7
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Gesamter Text dieser Seite:
StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt
www.stop-partnergewalt.at
Öffnungszeiten:
Di 15.30–17.30 Uhr
Mi 9.30–11.30 Uhr (mit Beratungsangebot)
Do 14.00–16.00 Uhr
und nach Vereinbarung per Mail oder Telefon
© AYSE RUNA
Das Team von „StoP“ in der Michael-Gaismair-Straße 15
(von links): Alexander Eder, Anita Erger, Projektleiterin
Gabi Plattner (GF Frauenhaus Tirol) und Claudia Tischler.
Miteinander statt
nebeneinander
Das Projekt „StoP – Stadt ohne Partnergewalt“ ist zur Anlaufstelle und zum
Treffpunkt in Wilten geworden. Mehrere Aktionen weisen im November auf
die gesellschaftlich relevanten Themen Gewaltschutz und Gleichstellung hin.
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INNSBRUCK INFORMIERT
Innsbruck macht mit
HER
Als Trägerverein des Projektes fungiert das
Frauenhaus Tirol, das seit über 40 Jahren
Schutz und Zuflucht für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder bietet: „Frauen-
© C. FORC
I
m Stadtteil miteinander ins Gespräch
kommen und zugleich Solidarität und
Zivilcourage fördern: Das Projekt „StoP –
Stadtteil ohne Partnergewalt“ hat sich
mittlerweile in Wilten etabliert. Seit Ende
2024 ist der Verein in eigenen Räumlichkeiten in der Michael-Gaismair-Straße 15
zu finden. In der Anlaufstelle gibt es die
Möglichkeit, sich Unterstützung und Erstberatung im Umgang mit häuslicher Gewalt bzw. Partnergewalt zu holen und sich
mit anderen BewohnerInnen aus der Umgebung im Sinne einer guten Nachbarschaft auszutauschen.
haus, Frauen helfen Frauen, Gewaltschutzzentrum und viele weitere Vereine und
Initiativen sind enorm wichtig für Innsbruck. Sie bilden ein starkes Netzwerk, signalisieren die Wichtigkeit des Themas Ge-
„Im November schärfen mehrere Aktionen in der
Öffentlichkeit das Bewusstsein dafür, dass die
Gleichstellung von Frauen und Mädchen längst nicht
erreicht ist. Wichtige Projekte wie ‚StoP - Stadtteile ohne
Partnergewalt‘ sensibilisieren Frauen und Männer in allen
Gesellschaftsschichten für das Thema häusliche Gewalt, die oft
leider direkt nebenan in der Nachbarschaft passiert.“
Vizebürgermeisterin Mag.a Elisabeth Mayr
waltschutz in der Öffentlichkeit und bieten
die Möglichkeit der Unterstützung und des
Austausches für Betroffene“, betont Vizebürgermeisterin Mag.a Elisabeth Mayr.
„StoP Wilten“ widmet sich mit seiner präventiven und beteiligungsorientierten
Haltung den Ursachen der Gewalt und will
NachbarInnen Möglichkeiten für ein Miteinander anstatt eines Nebeneinanders
bieten. „Wir freuen uns über alle Interessierten und Menschen, die sich gegen
häusliche Gewalt engagieren möchten“,
erklärt Gabi Plattner, Projektleiterin von
„StoP“: „Wir bieten mehrere Möglichkeiten,
über die Beratung hinweg mit uns in Kontakt zu kommen.“ Dies geschieht konkret
durch Pop-up-Cafés, Nachbarschaftstreffen, Flohmärkte und gemeinschaftliche
Aktivitäten, bei denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen und Zivilcourage gefördert wird.
16 Tage gegen Gewalt
Der 25. November wird wieder als offizieller internationaler Gedenktag der Vereinten Nationen gegen Gewalt an Frauen
in der Innsbrucker Innenstadt begangen.
Ab 16.00 Uhr findet bei der Annasäule der Aktionstag der Frauen*vernetzung
Tirol unter dem Motto „!Vivas nos queremos! Wir wollen uns lebend!“ statt. Bis
zum 10. Dezember – dem internationalen Tag der Menschenrechte – steht Innsbruck ganz im Zeichen der Aktion „16 Tage
gegen Gewalt an Frauen“. Das Programm
wird in enger Zusammenarbeit mit dem
unabhängigen feministischen Netzwerk
Frauen*vernetzung – bestehend aus rund
30 Organisationen, Vereinen und Initiativen – durchgeführt, das heuer ihr zehnjähriges Bestehen feiert. Alle aktuellen Informationen und Veranstaltungen
sind unter www.frauenvernetzung.tirol
zu finden.
23. November: Equal Pay Day
Auch in der Berufswelt ist die Gleichstellung von Männern und Frauen noch lange
nicht erreicht. Darauf weist der alljährliche
„Equal Pay Day“ hin – heuer in Innsbruck
am 23. November. Dieser Tag signalisiert,
dass Frauen immer noch durchschnittlich
11,3 Prozent weniger verdienen als ihre
männlichen Kollegen. An diesem Datum
erreichen Männer bereits jene Gehaltssumme, für die Frauen noch bis Jahresende arbeiten müssen. Diese Lücke bewirkt
letztlich bedeutende Einkommensunterschiede, die für viele Frauen von der Teilzeit-Falle direkt in die Altersarmut führen.
30 Jahre Frauen-Nachttaxi
Das Frauen-Nachttaxi bringt Frauen und
Mädchen sowie Kinder bis 15 Jahre in Begleitung von Frauen abends und nachts
sicher nach Hause. Unter der Telefonnummer +43 512 551711 kann das FrauenNachttaxi täglich von 20.00 Uhr bis
4.00 Uhr (April– Oktober ab 21.00 Uhr)
angefordert werden. Alle Informationen unter www.innsbruck.gv.at/leben/
soziales/frauen AS
Die Stadt hilft weiter
Das neue städtische Referat
„Frauen, Gleichstellung und
Queer“ unterstützt Aktionen und
Vereine und vernetzt Betroffene
mit den richtigen Anlaufstellen.
Mehr dazu auf Seite 19.
Frauen HELFEN Frauen
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