Innsbruck Informiert

Jg.2026

/ Nr.2

- S.5

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© P. KOREN

Bürgermeister Johannes Anzengruber
anlässlich des 3. Innsbrucker Sportdialogs
am 20. November 2025 zum Auftakt des
Jubiläums „50 Jahre Olympia 1976“ bei der
Podiumsdiskussion im Haus der Musik mit
Moderatorin Daniela Schmiderer.

Wo der Sport zuhause ist
Innsbruck ist Österreichs Sportstadt Nummer eins. Als zweimalige
Olympiastadt ist der Sport hier Teil der Identität. Die Innsbrucker:innen
leben diese Begeisterung – vom Breitensport bis zur Spitze.

I

nnsbruck ist sportlich – weit über den
Wintersport hinaus. Die Tiroler Landeshauptstadt bietet eine beeindruckende Vielfalt an Möglichkeiten, in der
Natur ebenso wie in einer hervorragend
ausgebauten Sportinfrastruktur. „Innsbruck informiert“ hat bei Bürgermeister
und Sportreferent Johannes Anzengruber
nachgefragt, was Innsbruck als Sportstadt
ausmacht:
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INNSBRUCK INFORMIERT

Was macht die Innsbrucker:innen so
sportlich – sind sie vielleicht sogar die
sportlichsten Österreicher:innen?
In Innsbruck schlägt das Herz im Rhythmus
der Bewegung. Ob Patscherkofel oder Nordkette – unsere Berge sind kein Hintergrund,
sie sind Einladung zum Draußensein. Ob
beim Wandern oder Radfahren, an den Kletterfelsen, auf den Skipisten oder beim Spazieren durch die Stadt – Sport ist für viele

Innsbrucker:innen ein Lebensgefühl. Er verbindet Generationen, schafft Gemeinschaft
und gibt Kraft. Diese tiefe Begeisterung für
Bewegung, Natur und Leistung prägt den
Alltag und macht Innsbruck zu einer Stadt,
in der Sport nicht organisiert werden muss –
er passiert einfach.
Welchen Anteil haben die Olympischen
Spiele 1964 und 1976 bzw. die Youth

Olympic Games 2012 an der Entwicklung Innsbrucks als Sportstadt?
Das sind die Meilensteine, die Innsbrucks
Weltruf als Sportstadt begründet haben.
Aber anders als reine Eventstädte steht
Innsbruck für echte Sportkultur – die
Innsbrucker:innen leben den Sport. Immer an der Schnittstelle zwischen Profisport und alpiner Lebenswelt positioniert.
Für die Landeshauptstadt gibt es einen
Sportentwicklungsplan. Welchen Nutzen hat die Bevölkerung konkret davon?
Der Sportentwicklungsplan macht Innsbruck bewegter, gesünder und inklusiver –
indem er Sport- und Bewegungsräume
systematisch weiterentwickelt, Vereine
und Bevölkerung einbindet und die Stadt
fit für die Zukunft macht.
Innsbruck ist Weltmeister in der
Nachnutzung der Sportstätten, die anlässlich der Olympischen Spiele gebaut
wurden. Dennoch gibt es immer wieder
die Herausforderung, die Infrastruktur
auf dem modernsten Stand zu halten.
Was sind die nächsten Projekte?

Heuer starten wir mit einer neuen Padeltennis-Anlage in der Rossau. Wer mich
kennt, weiß, dass ich sehr gern am Mountainbike sitze. Innsbruck will das Trailangebot weiter ausbauen. Heuer im Frühjahr
wird der Bichl-II-Trail eröffnet. Der Spatenstich für das Askö-Sportareal in der
Reichenau ist bereits erfolgt, wir starten
das Hallenbad-Projekt Höttinger Au, im
selben Stadtteil kommt auch eine neue
Boulder Halle. Bei der Sporthalle Hötting
West steht heuer eine Dachsanierung an.
Stichwort Schwimmflächen in der Landeshauptstadt. Was ist hier geplant?
Welches Konzept wird dabei von der
Stadt Innsbruck verfolgt?
Das bestehende Hallenbad Hötting wird
rundum saniert und durch einen Neubau
um ein zweites 25-Meter Becken erweitert. Unser Ziel ist es, mehr Platz zu schaffen für Kinder, Schulen, Vereine – und für
die breite Bevölkerung.
Nicht nur Olympia, auch andere internationale und nationale Sportgroßveranstaltungen wie beispielsweise

die Kletter- oder die Rad-WM, das Internationale Trailrun-Festival oder
Beach-volleyball-Events und die Sport
Austria Finals fanden in Innsbruck
statt. Wird sich Innsbruck auch künftig
für die Austragung solcher Großereignisse stark machen?
Innsbruck hat sich international ein starkes Renommée als Sportstadt aufgebaut.
Sportevents können wir. Und auch für
2026 haben wir erstmals eine sensationelle Großveranstaltung im Kalender, die vor
allem junges Zielpublikum anspricht. Welche das sein wird, verraten wir in Kürze.
Abschlussfrage – Sie haben selbst eine
sportliche Karriere hinter sich, welchen
Stellenwert hat Sport für Sie heute?
Sind Sie eher der Winter- oder der Sommersport-Typ?
Ich bin der Ganzjahresbergsportler, der
sommers wie winters gern auf den Berg
geht. Im Winter dann halt beim Skifahren,
auf Skitour oder auf der Rodel.
Das Interview führte Katharina Rudig.
Mehr zum Thema auf Seite 5, 18, 19 und 20.
INNSBRUCK INFORMIERT

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