Innsbruck Informiert
Jg.2026
/ Nr.2
- S.14
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Politik & Stadtverwaltung
FPÖ INNSBRUCK
KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICH
Schatten statt Stein: FPÖ fordert Kurswechsel beim Stadtgrün
Gerede über Waldschutz ist unehrlich
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enn Innsbruck im Sommer zur Hitzeschüssel wird, hilft kein Wording,
sondern Schatten. Wasser und Boden, der
atmen kann – vor allem Bäume. Der Baumbestand muss in Innsbruck wieder mehr
Priorität haben: Dabei gilt vor allem – Erhalt vor Ersatz, verbindliche Entsiegelungsquoten bei Umbauten und eine Pflichtprüfung für Schatten- und Hitzeschutz. Nach
den umstrittenen Fällungen wie in der Kranebitter Allee und bei der Blutbuche am
Haus der Musik braucht es mehr Pflege,
GR Reini Happ
ährend Innsbrucks Grüne im Gemeinderat den Schutz des alpinen Waldes
beschwören, fördern sie gleichzeitig einen
handfesten Umweltskandal vor der eigenen
Haustür. Auf dem Viller Berg liegt seit 2019
eine illegale Deponie, die 1.200qm Waldfläche und einen kompletten Baumbestand
total zerstört hat. Der verantwortliche Erdbauunternehmer blockiert bis heute alle
Sanierungsversuche. Doch statt Konsequenzen zu erzwingen, wird diese Firma
von der Stadtregierung mit öffentlichen
Aufträgen auf der Boznerplatzbaustelle
“belohnt”. Eine heuchlerische Politik: Man
spricht über globale Öko-Themen, aber toleriert die mutwillige Zerstörung des eigenen Stadtwaldes und schanzt dem Verursacher auch noch Aufträge zu. Während
die Regierung redet, sickern die Schadstoffe der illegalen Deponie ungehindert in die
städtischen Gewässer – zum Schaden von
uns allen. Echte Verantwortung sieht anders aus. Meldet euch gerne für nähere Informationen!
SOZIALDEMOKRATISCHE PARTEI ÖSTERREICH
LISTE FRITZ - BÜRGERFORUM TIROL
Den Wald von klein auf schätzen & verstehen lernen
Unser Wald ist Schutz, Sicherheit und Zukunft
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n Städten ist es besonders wichtig, dass
alle Menschen den Wald behutsam als Erholungsraum nutzen können. (Zur Erinnerung: Früher musste man dafür selbst Wald
besitzen. Erst mit Bruno Kreisky und der absoluten Mehrheit der SPÖ wurde das für alle
Menschen in Österreich möglich gemacht.)
Wer von Kindheit an eine Verbindung zur
Natur hat, wird ein besseres Leben führen.
Das betrifft die eigene Gesundheit genauso
wie das Leben in Gemeinschaft, denn Natur
und kultivierte Naturlandschaft sind unsere Lebensgrundlage.
Als SPÖ sehen wir im Wald auch einen
Schatz als lebendigen Ort der Bildung. Mit
der Waldschule auf der Seite der Nordkette
ist schon viel gelungen. Im Süden der Stadt
sehen wir mit dem malerischen ehemaligen Bahnwärterhäuschen in Tantegert eine
große Chance, künftig auch für alle Kindergartenkinder in Innsbruck einen solchen
Ort für Waldtage zu ermöglichen – bestens
zu erreichen mit der Linie 6.
Apropos: Die Öffis für Kindergarten-Gruppen haben wir bereits kostenlos gemacht!
Eure Vizebürgermeisterin
Mag.a Elli Mayr
er Wald ist mehr als Kulisse. Er ist Lebensraum, Erholungsraum und vor allem
ein lebenswichtiger Schutzraum direkt vor
unserer Haustür. Für die Liste Fritz gilt: Klimaschutz ist Menschenschutz. Wer den Wald
schwächt, riskiert unsere Sicherheit, unsere
Gesundheit und die Lebensqualität in unserer Stadt. Schutzwälder oberhalb der Siedlungen halten Hänge stabil, bremsen Steinschlag, verhindern Erosion und schützen vor
Muren. Das ist keine romantische Vorstellung,
sondern überlebenswichtige Infrastruktur.
Doch unser Wald gerät unter massiven Druck.
Klimawandel, Extremwetter, Schädlingsbefall und zunehmender Freizeitdruck bedrohen seine Funktionen. Eine Nutzung braucht
klare Regeln, Rücksicht und Respekt. Diverse Konzepte und Fotos allein ersetzen keine
Entscheidungen. Wir müssen jetzt handeln.
Deshalb fordern wir konkrete Maßnahmen
wie zukunftsfitte Mischwälder, eine naturverträgliche Nutzung und echte Klimaanpassung. Unser Wald schützt uns. Aber nur, wenn
wir ihn konsequent schützen.
DAS NEUE INNSBRUCK
ALTERNATIVE LISTE INNSBRUCK
Grüne waren früher unbequem – heute wird betoniert
Unser Wald braucht Schutz, keine unnötigen Risiken
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er alpine Wald ist Innsbrucks Schutzschild. Er sichert Stadtteile, Verkehrswege und Infrastruktur. Gleichzeitig ist er
Wirtschaftsraum, Erholungsgebiet und Lebensgrundlage.
Klimawandel und Nutzungsdruck treffen
unseren Naturraum mit voller Wucht. Hitze,
Trockenheit, Borkenkäfer, Starkregen und
Muren schwächen den Schutzwald. Parallel
wächst der Druck durch Tourismus, Sport,
Energie, Verkehr und Siedlungsentwicklung.
Diese Zielkonflikte brauchen Entscheidungen mit Langzeitwirkung: klimafitte Misch-
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Transparenz und Nachkontrolle. Der Umbau
des Bozner Platzes hin zu einer Betonwüste spricht ganz eigene Bände und zeigt auf,
dass der Wille zum Erhalt der Grünflächen
in der Stadt erst ganz unten auf der Prioritätenliste der Caprese-Regierung steht.
Das, was die Bürger brauchen, sind weniger
Pressefotos und Social-Media-Posts der
Verantwortlichen, dafür mehr Taten. Damit
Innsbruck wieder lebenswert wird.
INNSBRUCK INFORMIERT
wälder, gezielte Schutzwaldpflege, Kooperation mit Eigentümer und konsequente
Klimaanpassung in der Raumordnung.
Unbequem war einst die grüne Stimme
beim Boden- und Klimaschutz. Heute wirkt
sie oft erstaunlich leise, wenn Beton und
Versiegelung abgenickt werden.
Besonders irritierend, wenn just eine grüne
Stadträtin auf der Hungerburg ein Wohnhaus „saniert“, obwohl es eher wie ein Neubau samt Beton, Rodungen und eine massiv
ausgebaute Zufahrt im Stadtwald aussieht.
Glaubwürdigkeit verloren!
Ihr Gemeinderat
MMst. Franz Jirka
ehr als 60 % des Innsbrucker Stadtgebiets sind Wald. Er schützt vor Naturgefahren, bindet CO2 sichert Biodiversität
und bietet einen frei zugänglichen Raum
für Erholung, Bewegung und Ausgleich.
Hitzestress, Trockenperioden, Borkenkäfer
und Extremwetter schwächen ihn jedoch,
während Nutzungsdruck und Zersiedelung
zunehmen.
Auch Waldbrände sind eine reale Gefahr,
wie wir erst im Dezember erleben mussten.
Dabei hätte es auch deutlich schlimmer
kommen können wie beim Brand über Absam 2014, der die Schutzwirkung des Waldes beispielsweise gegen Lawinen schlagartig gesenkt hat. Eine Wiederholung dieser
Ereignisse in Innsbruck wurde von den politischen Entscheidungsträger:innen mit der
Durchführung des letzten Silvesterfeuerwerks fahrlässig riskiert.
Es braucht nun die Einsicht, welche wichtigen Funktionen der Wald für uns alle erfüllt
und Wertschätzung in Form von Schutz,
Pflege und der Chance auf Regeneration.
Alles Liebe,
Eure Pia
Kein Anliegen ist zu klein!
+43 677 64426066
GRin Andrea
Haselwanter-Schneider
Liste Fritz
office@liste-fritz.at
Alternative Liste
Innsbruck
Für das Team der ALi
Evi Kofler
evi@alternativeliste.at
www.alternativeliste.at
INNSBRUCK INFORMIERT
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